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Jana-Christin Jungblut, Gründerin WaidmannsDank

„Schön, dass Du wieder da bist!“ – Herzlich wurde die Marketing- und Vertriebsberaterin Jana-Christin Jungblut nach ihrer Rückkehr in den Kreis Höxter von ihrem alten Freundes- und Bekanntenkreis aufgenommen. „Dennoch war ich die ersten Wochen nicht gerade begeistert vom Leben auf dem Land“, gibt die junge Unternehmerin gerne zu. „Ich kannte es ja eigentlich aus meiner Schulzeit, aber wenn man dann als junger Mensch mit den Erfahrungen aus städtischen Regionen wiederkommt, fehlt einem diese Art von Lebensqualität schon erstmal“, beschreibt sie ihre ersten Wochen in der alten Heimat.

Für die dynamische Frau, für die nach dem Abitur nicht weniger als erst einmal die Welt auf dem Plan stand, eine unerwartet große Umstellung. Australien, Namibia, Thailand, Südafrika und Neuseeland waren Stationen während ihrer Studienzeit (BWL) in Wiesbaden. Nach Beendigung des Masters in Sales & Marketing dann der Wechsel in die Landeshauptstadt von NRW – Düsseldorf. Fünf Jahre lebte sie dort nah am Grafenberger Wald und verfolgte ihre Karriere im Marketing in internationalen Konzernen. Während der ganzen Zeit war der Wunsch nach Nähe zur Natur für mich jedoch allgegenwärtig, aber im Großstadtleben nicht so einfach umzusetzen.“

Was eigentlich wichtig ist: Entschleunigung und Besinnung auf die Werte, die wirklich zählen.

Dann griff das Schicksal ein: ihr wurde ein sehr attraktives Jobangebot gemacht und der Wechsel zum neuen Arbeitgeber nach Paderborn war perfekt. „Das es Paderborn traf war eher Zufall. Aber mir war direkt klar, dass ich zurück nach Brakel ziehe. Endlich ein Garten, 100 qm Wohnfläche nur für mich – in Düsseldorf war soviel Wohnraum durch die hohen Mieten nicht realisierbar.“ Jedoch kam die Erkenntnis schnell, dass die Region um ihre Heimatstadt Brakel im Vergleich zum Großstadtleben auch Defizite hat. „Auf einmal gab es viel freie Zeit zu füllen, aber lange nicht die Auswahl an Angeboten. Das ist schade und ich finde, die Region hat da auch noch einiges an Potential für gut gemachte Gastronomie mit Aufenthaltsqualität.“

Ob es ein Rückschritt war, wollen wir gerne von ihr wissen. „Mittlerweile möchte ich niemals wieder fort. Die Menschen hier sind echt und schnörkellos. Eigenschaften, die ich sehr zu schätzen gelernt habe. Meine Lebenseinstellung hat sich grundlegend verändert und ich bin glücklicher als je zuvor.“ erzählt sie voller Überzeugung. Das hat zum einen sicherlich auch damit zu tun, das sie im Brakeler Karneval ihren Ehemann kennengelernt hat, sie passenderweise verkleidet als Prinzessin, er als Prinz. Andererseits aber auch an der gelasseneren Einstellung der Mitmenschen und dem fehlenden Druck, sich einzig über Statussymbole und Erfolg nach Plan definieren zu müssen und nur in einer Spirale aus mehr Schein als Sein zu drehen. „Es ist so schön, zwei Stunden in Gummistiefeln durch den Wald zu gehen und kaum jemandem zu begegnen. Das genieße ich nach wie vor.“

Einen Traum erfüllen – das eigene Unternehmen

Das die Netzwerkstrukturen und die persönliche Ebene in der Region nicht zu unterschätzen sind, hat Jana-Christin Jungblut bei der Gründung ihres Unternehmens „WaidmannsDank“ Ende 2016 gemerkt. „In Düsseldorf wäre das undenkbar gewesen. Die anstrengende und sehr kostenintensive Gründungsphase dauerte weit über 6 Monate. Hier in Brakel kann ich auf viele hilfsbereite Menschen zählen, die mich in vielerlei Hinsicht unterstützen. Gleichzeitig sind meine Fixkosten zum Leben relativ gering, so dass ich es mir leisten konnte meine volle Kraft fast ein Jahr in WaidmannsDank zu investieren. Nun habe ich einen perfekten Kompromiss gefunden: halbtags arbeite ich im Marketing und Vertrieb eines Holzgroßhändlers in Brakel. So ist genügend Zeit für mein Unternehmen und ich bin trotzdem finanziell abgesichert.“

Ihr kleines Unternehmen designt und fertigt hochwertige Trophäenplatten, die sich perfekt auch in moderne Wohnräume integrieren. „Das traditionelle Jagdzimmer in Eiche rustikal ist nicht mehr zeitgemäß. Vielmehr möchten insbesondere junge Jäger, zu denen auch immer mehr Frauen und junge Leute zählen, ihre Jagderinnerungen in modernem Design präsentieren. Da setze ich mit WaidmannsDank an“ erzählt die Gründerin. „Gründer brauchen einen langen Atem. Wir rechnen mit mindestens 2-3 Jahren, um das Unternehmen in der Zielgruppe der Jägerschaft bekannt zu machen. Jeder verdiente Euro wird sofort in Marketingmaßnahmen reinvestiert. Nur durch die relativ geringen Lebenshaltungskosten hier vor Ort ist dies möglich.“

Entstanden ist die Idee aus Eigennutz. Nachdem sie ihren Jagdschein gemacht hat, sollten die ersten jagdlichen Erfolge ganz traditionell an ihren Wänden geehrt werden. Doch alles was sie auf dem Markt an Trophäenplatten fand, passte nicht in ihre designorientierte Wohnung. So begann sie in der familiengeführten Tischlerei ihres Mannes in Brakel-Bellersen Trophäenschilder zu gestalten, die sich durch schlichtes Design und moderne und edle Oberflächen auszeichnen. Zunächst nur für den Eigenbedarf begann sie 2016 eine kleine aber feine Designlinie für edle Trophäenhölzer zu entwickeln. Mittlerweile runden außergewöhnliche Sonderanfertigungen das Sortiment ab.

Die steigende Akzeptanz des e-commerce Handels birgt für Unternehmen im ländlichen Raum ihrer Meinung nach neue Möglichkeiten. Der Unternehmensstandort ist nicht mehr das wichtigste Kriterium, um Kunden zu erreichen. Ihre Käuferschaft ist in ganz Deutschland und Europa zu Hause. Auf www.waidmannsdank.de betreibt sie einen Online-Shop, auf dem sie ihre edlen Materialien und ideenreichen Varianten vorstellt. „Die Digitalisierung bietet für Lebensräume auf dem Land meiner Meinung nach sehr große Chancen. Man muss sie erkennen und für sich zu nutzen wissen.“

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Die X-Faktoren von WaidmannsDank

x Edel und designorientiert

x Tradition modern gedacht

x Freude an der Natur

x Mut und Willensstärke

x Unabhängigkeit

Über WaidmannsDank

WaidmannsDank designt und fertigt hochwertige Trophäenplatten, die sich perfekt in moderne Wohnräume integrieren.

Jäger sind moderner als ihr Image. Durch die wachsende Zahl an jungen Jägern und Frauen, die den Jagdschein machen, weht frischer Wind durch die Jägerschaft. Auch die Wohnräume haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. Das traditionelle Jagdzimmer in Eiche Rustikal ist immer weniger gewünscht. Vielmehr möchten moderne Jäger einzelne Jagderinnerungen in Ihre zeitgenössischen Wohnungen integrieren.

Trophäenplatten von WaidmannsDank verwandeln Trophäen durch die Verwendung von außergewöhnlich edlen Materialien in wahre Hingucker. Hochglänzende Lackierungen, Silber- und Blattvergoldung sowie eine Auswahl an besonderen Holzsorten bieten eine große Auswahl an exklusiven Möglichkeiten.

WaidmannsDank
Jana-Christin Jungblut
33034 Brakel

info@waidmannsdank.de
www.waidmannsdank.de