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Annbritt von Scheliha, Auszubildende im Tischlerhandwerk, Tischlerei Fuhrmann

Von London nach Löwendorf

Krasser könnte der Gegensatz kaum sein. Annbritt von Scheliha (20), aufgewachsen in der Nähe von Karlsruhe, wusste nach dem Abitur nicht so recht, was sie machen sollte. Erst einmal weg von zu Hause. Sie entscheidet sich für London und verdient sich mit Kellnern ihren Lebensunterhalt. Fürs Leben ist das nichts. Das weiß sie selbst. Doch sie genießt die Freiheit und die vielen neuen Möglichkeiten, die London bietet. Aber sie macht sich auch Gedanken über ihre Zukunft. Als sie weiß, dass sie Möbeltischlerin werden will, bewirbt sie sich deutschlandweit. Auch bei der Tischlerei Fuhrmann in Löwendorf geht die Bewerbung ein. Man wurde sich einig, und so zog es die zierliche blonde Frau aus der pulsierenden Metropole Großbritanniens in das beschauliche Örtchen Löwendorf.

„Ich hatte einfach ein gutes Gefühl, hier eine super Ausbildung zu bekommen“

Und dieses Gefühl hat sie nicht getäuscht. Josef Fuhrmann, Inhaber der Tischlerei, die Kunden in ganz Deutschland bedient, nimmt sich für die Auszubildenden viel Zeit. Viele seiner Lehrlinge haben bei den Abschlussprüfungen Auszeichnungen erhalten. Ein Zeichen für eine gute Ausbildung, bei der die handwerklichen und die kreativen Fähigkeiten gefördert werden. „Es gibt nicht so viele klassische Möbeltischler, die auf ein ökologisches Konzept setzen. Ich finde es super, das Handwerk hier von der Pike auf lernen zu können und mit durchgängig natürlichen Werkstoffen zu arbeiten“, sagt Annbritt von Scheliha, während sie den Wachstopf aufsetzt, um später die Oberfläche einer Schranktür zu behandeln.

In Kürze wechselt sie in das dritte Ausbildungsjahr. Und den Umzug in den Kreis Höxter hat sie bisher nicht bereut. Das liegt sicher auch daran, dass die Atmosphäre in der Tischlerei sehr persönlich ist. Hier kümmern sich der Chef und die Chefin wirklich um das Wohlergehen des Teams. „Ich weiß, dass ich mich auch bei privaten Problemen an meinen Chef wenden könnte“, so von Scheliha. Der familiäre Umgang gibt ihr – fern der Heimat – ein gutes Gefühl.

Wohnen in Höxter, Arbeiten in Löwendorf

Als Wohnort hat sich die Auszubildende die Kreisstadt Höxter ausgesucht. Hier findet sie vieles, was sie sich für ihre Freizeit wünscht. Sie liebt es, ins Kino zu gehen, und im Sommer macht sie oft halt am Godelheimer Badesee, um den Feierabend am Sandstrand ausklingen zu lassen. „Es war nicht mein Traum, in den Kreis Höxter zu ziehen“, gibt die junge Frau offen zu. „Jetzt fühle ich mich hier aber sehr gut aufgehoben und willkommen.“ Nach der Ausbildung will Annbritt von Scheliha Innenarchitektur oder Design studieren. Für die Abschlussprüfung zur Tischlergesellin hat sie sich allerdings vorgenommen, auch eine Auszeichnung zu bekommen. Was sie in Löwendorf jetzt schon fürs Leben gelernt hat: „Wenn du etwas anfängst, dann mach es auch zu Ende.“

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Die X-Faktoren der Tischlerei Fuhrmann

x Ökologisch

Über die Tischlerei Fuhrmann

Tischlerei Fuhrmann
Löwendorf 21
37696 Marienmünster
www.fuhrmann.tischlerei.de

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